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Mannheim, die Quadratestadt
Seinen berühmten Grundriss verdankt Mannheim dem Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz,
der um 1606 die Festung Friedrichsburg und die angrenzende Stadt bauen ließ.
Holländische Baumeister errichteten die zukünftige Handelsstadt im Schachbrettmuster.
Um sich zurecht zu finden, versetzt man sich am besten in die Person des Kurfürsten
und blickt vom Schloss aus in die Stadt. Die Nummerierung der Quadrate beginnt links mit A1 und geht bis K1.
Rechts startet sie mit L1 und geht bis U1. Nach der Fertigstellung wurde Mannheim viermal
zerstört und wieder neu aufgebaut. Erhalten blieb dabei aber immer der qudratische Grundriß.
Ihren kulturellen Höhepunkt hatte die Stadt unter Kurfürst Karl
Philipp und seinem Nachfolger Herzog Carl Theodor, die Mannheim zu ihrer
Residenzstadt machten. Nicht nur Schiller und Mozart feierten hier Erfolge,
sondern auch der Hochadel, berühmte Wissenschaftler und Baumeister prägten das Stadtbild.
Zwei Jahrhunderte später galt Mannheim als eines der wichtigsten Industriezentren
Deutschlands. Der Grund dafür waren so berühmte Erfindungen, wie das Fahrrad, das
Auto oder der erste Traktor. Große Chemie- und Pharma-Unternehmen sowie einer der größten Binnenhäfen
Europas trugen zum Aufschwung der Stadt bei, bevor sie im zweiten Weltkrieg wieder zerstört wurde.
Nachdem sich durch das Entstehen des Südweststaates die geopolitische Lage zum
Nachteil Mannheims verändert hatte - die Stadt geriet im neuen Bundesland Baden-Württemberg
in eine Randlage - hat der neue europäische Binnenmarkt neue Perspektiven eröffnet.
Als zentrale Einkaufsstadt der Region hat Mannheim eine große Anziehungskraft für die
dichtbesiedelte Umgebung, und mit Gründung der Pop-Akademie und einer konsequenten
Förderung neuer Technologien, ist die Stadt wieder auf dem Weg zu einer wichtigen Metropole Europas.
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